Monday, 27 July 2015

Midsummer Holiday Wrap Dress


Summer is still in full swing here, and we suffered even more since my last post from the heatwave that seems to never end. Water is scarce now and there's danger of forest fires. We fortunately could spend our holiday in the mountains. We visited a friend of ours who is native from the Southeastern part of Switzerland, a small town named Poschiavo in the Italian speaking part of the Grisons (who is also a Swiss-German and Rhaeto-Romance speaking canton). We stayed in a small cabin in the mountains which is only used for the summer months. In winter, those houses are not accessible anymore due to snow. Also in summer, the road is not to everyones taste (and ability). They're single-lane, only partially paved, and the natives drive like maniacs (and so does my husband). There are a lot of hairpin turns, and on one side there's a steep slope, on the other rough rocks protruding into the road. This is nothing at all for the faint-hearted, or for people with weak nerves and fear of heights.

Der Sommer ist noch in vollem Gange hier, und wir leiden noch immer unter der nicht enden wollenden Hitze und der langanhaltenden Trockenheit, die vielerorts, selbst bei uns, zu Wasserknappheit und Waldbrandgefahr geführt hat. Wir sind soeben zurück aus den Ferien in den Bergen. Wir haben einen Freund im südöstlichsten Teil der Schweiz besucht, in der Nähe von Poschiavo, im italienischsprachigen Teil von Graubünden (einem Kanton wo man allerdings auch noch Schweizerdeutsch und vor allem Räto-Romanisch spricht). Wir wohnten in einer Hütte in den Bergen, die nur im Sommer benutzt wird. Im Winter sind diese Häuser wegen des Schnees unerreichbar. Auch in den Sommermonaten sind diese Strassen gewiss nicht nach jedermanns Geschmack (und Fahrkunst). Einspurig, oft nicht mal asphaltiert, und die Einheimischen fahren wie die Wilden (wie mein Göttergatte auch). Zahllose Haarnadelkurven, auf der einen Seite steil abfallende Hänge, auf der andern in die Strasse hineinragende Felsen. Das ist nichts für Zaghafte und Leute mit schwachen Nerven oder Höhenangst.



That's a nicer part of the road.


Traditionally, in late spring the farmers moved with their households and their livestock to those cabins to spend the warm summer months up there. Temperatures are much lower than down in the valley, the cattle could feed on the mountain meadows and produced more milk, people produced cheese for the winter months.

Traditionellerweise zogen die Bauern im späten Frühling mit ihren Haushalt und dem Vieh zu diesen Hütten, auf die Alp, um dort die Sommermonate zu verbringen. Die Temperaturen sind viel tiefer als unten im Tal, das Vieh konnte auf den Bergweiden grasen und produzierte mehr Milch, aus der Käse für den Winter gemacht wurde.

Our friend's cabin was a newer one that was built about 50 years ago for holiday only, but the concept was the same: temperatures in the valley can easily reach 30° Celsius and more, but in the mountains it's a kindly climate. There's not much convenience, solar electricity and cold water only, no fridge (more to that later), and for the shower we needed to heat the water with a stove. No TV. However, life is much slower up there. So you too slow down, and it's good to go back to a very simple life. You realise that food prepared with a wood-fired cooker is much tastier. Or is it the clean air up there?

"Unser" Häuschen war neuer und eigentlich für Ferien gebaut worden, doch das Konzept war das gleiche: die Temperaturen erreichen im Tal nicht selten 30° C und mehr, doch dort oben ist es angenehm. Es gibt nicht viel Komfort, nur Solarstrom und kaltes Wasser, kein Kühlschrank (dazu mehr später), und für die warme Dusche musste man zuerst mit Feuer den Boiler erhitzen. Kein Fernseher. Das Leben dort oben ist viel langsamer, ruhiger, und es tut gut mal ganz einfach zu leben. Man merkt sehr bald, dass Essen vom feuerbetriebenen Herd besser schmeckt. Oder liegt es bloss an der klaren Bergluft?

Lago Bianco on the Bernina Pass

We spent some wonderful days, the kids enjoyed it as much as we did. We sat outside in the cool evening air, reading until there was too little light, then we played games (in company of a good Gin and Tonic). As we had no fridge, we had no ice, but we stored the bottles in a well that was fed by fresh mountain water, so it was very cool. And it was so silent. No traffic noise, no planes (I'm living near Zurich airport...), only the rushing river down in the valley and the sound of the wind in the nearby wood.

Wir verbrachten wunderbare Tage, die Kinder genossen es ebenso wie wir. Abends sassen wir lesend draussen bis das Licht zu schlecht zum Lesen wurde, danach spielten wir mit unsern Freunden "Eile mit Weile" mit einem guten Gin Tonic. Wir hatten zwar keinen Kühlschrank für das Eis, aber die Flaschen lagerten wir im Brunnen vor dem Haus, der von kalten Bergwasser gespeist wird. Wir genossen die Stille. Kein Verkehrslärm, keine Flugzeuge (ich wohne in der Nähe des Flughafens...), nur das Rauschen des Flusses im Tal unten oder des Windes im nahegelegenen Wald.


Late afternoon sun

But what do you wear? Well, life is simple there, so you don't take your best dresses with you. I brought two skirts with me and some tops, chambray trousers I made especially for this trip (but I didn't wear them). Shortly before midsummer I made a dress, but never finished it because it was too hot and I was bored when I realised I had to undo part of the bodice for some minor adjustments. So I made an effort and finally finished it to take it with me.

Doch was trägt man so in den Bergen? Nun, einfach muss es sein, so nimmt man am besten nicht die besten Kleider mit. Röcke und Oberteile sind prima, ich hatte auch noch ein paar Chambray-Hosen genäht die ich dann doch nicht trug. Kurz vor Mittsommer hatte ich ein Kleid gemacht, das aber nicht ganz fertig geworden war, weil es zu heiss war und ich verärgert darüber war, dass ich das Oberteil für ein paar Anpassungen nochmals hätte auftrennen müssen. So machte ich es noch fertig und packte es ebenfalls ein.

I was very inspired by my friend Frau Burow's Hawaiian version of this pattern when I suddenly became aware I had the same pattern,  Simplicity 2158, too. (Maybe a sign I have too many patterns?) It's a housedress, but who says I cannot wear a dress like that outside the house? (In my previous post I showed you a skirt I made after the same pattern.) I had a terrific true vintage 1940s seersucker fabric in my stash. Quite narrow, as usual, but very long. I was not sure if the fabric would be a good choice for the pattern, and it actually turned out to be not the best. The pattern requires gathers on the wrap front, and gathered seersucker looks bulky and not figure-friendly. So I made darts.
I didn't add any bias trimming along the edges, as the dress would really have looked like an apron....

My pattern was for a size 12 and maybe I enlarged to a bit too much, so there might be a bit too much fabric around the armholes and the bust, but as it is a summer dress, it offers much comfort like that and it was very easy to wear, even when we travelled back. Seersucker is a great fabric for garments you put in your suitcase, as they don't wrinkle easily.



Ich war sehr inspiriert von Frau Burows hawaiianischer Version des Schnittes, bis ich dann plötzlich merkte, dass ich das gleiche Schnittmuster, Simplicity 2158, ebenfalls besass (ein Hinweis, dass ich zu viele habe...?). Eigentlich ist es ein Hauskleid, doch wer sagt denn, dass ich es nicht auch ausserhalb des Hauses tragen kann? (In meinem vorherigen Beitrag habe ih Euch einen Rock gezeigt, den ich nach eben diesem Schnitt gemacht hatte.) Ich hatte ausserdem diesen tollen Seersucker aus den 1940ern, wie immer etwas schmal, dafür in ausreichender Länge. Ich war nicht sicher ob der Stoff eine gute Wahl für den Schnitt sein würde, und tatsächlich war es nicht die beste. Der Schnitt verlangt Raffungen im vorderen gewickelten Rockteil, doch geraffter Seersucker sieht unförmig aus und nicht besonders figurfreundlich. So machte ich kurzerhand Abnäher draus.
Auf eine Einfassung aus Schrägband habe ich verzichtet, das Kleid hätte zu sehr wie eine Schürze ausgesehen.

Mein Schnitt kam in Grösse 12, und vermutlich habe ich ihn etwas zu sehr vergrössert, so dass die Oberweite ein klein wenig zu "blusig" ausfällt, was aber bei einem sommerlichen Kleid nicht weiter tragisch ist. Das Kleid ist sehr bequem, auch zum Reisen. Seersucker ist ausserdem praktisch für Kleidungsstücke, die in den Koffer gepackt werden, da er nicht stark knittert.
Wie alle Wickelkleider ist es bequem zu tragen und praktischerweise in der Weite etwas variabel (gut wenn man in den Ferien etwas zunimmt...) 


This is my "Midsummer Dress", as it actually was made at that time of year, and as the colors ar pretty much the same as the colourful Scandinavian houses I had seen on a travel I made many years ago.

On some pictures I'm standing in front of a "grotto". These are very old buildings made from stone. The thick walls keep milk and cheese cool - and that's how they are still used. Sorry for the bad quality of some pictures, they were token with my husband's phone...


Warning: wrap dresses are NOT recommended for swinging...


One of our wonderful native friends, expert in local cuisine. She prepared mostly all our food.

Ich nenne diese Kleid mein Mittsommer-Kleid, da es eigentlich um die Zeit entstanden ist, und weil mich die Farben ganz stark an die bunt gestrichenen Holzhäuser in Skandinavien erinnert, wie ich sie in jüngeren Jahren auf einer Reise gesehen hatte. 

Auf einigen Bildern stehe ich vor einem "crot", wie das im Dialekt heisst, auf Italienisch "Grotto". Es handelt sich dabei um sehr alte Kühlgebäude aus meterdicken Trockensteinmauern. Darin bewahrte man in den Sommermonaten Milch und Käse auf, und noch heute werden sie für die Lagerung von Lebensmitteln benutzt. Die Photos sind teilweise sehr schlecht, da sie mit dem Handy meines Mannes gemacht wurden...


This project counts as 3rd contribution to my Vintage Pattern Pledge, using a pattern and a fabric from my stash.





Pattern: Simplicity 2158, 1940s, bought from Etsy
Fabric: Vintage printed seersucker fabric, from my stash (bought on Etsy)
Ear studs: Vintage style carved roses from Charcoal Design on Etsy
Brooch: Vintage sweetheart pin, embellished with a red faceted Czech glass heart by me
Shoes: Remix





Saturday, 11 July 2015

It's Summer!


The past two weeks we had incredibly high temperatures in Switzerland. I don't remember such  heatwave. It's not only hot, it's also humid. It was usually around 35° C or 95° F. And mind you, people normally have no air condition in their homes, as it is that hot by way of exception. At least we can't complain about bad weather and a rainy summer so far.

Die vergangenen zwei Wochen hatten enorm hohe Temperaturen in der Schweiz. Ich erinnere mich nicht an eine solche Hitzewelle. Es war fats immer um die 35° C, und normalerweise haben wir keine Klimaanlagen in Wohnhäusern. Zu allem Übel war es ja auch schwül. Naja, es soll sich niemand über einen miserablen Sommer beklagen...

Yes, it's summer indeed - silly me, as usual... :-)
But what do you wear? Summer is about bright colours, flowers and fruits, lightweight cotton fabrics. Scouring my wardrobe for something to wear, I suddenly remembered a fabric I once bought - 15 years ago. I originally had planned to make a tablecloth, and I also had a coordinate fabric to make placemats. I found the fabric. As - you are right - I never made that tablecloth nor the matching placemats. Sometimes it's good to be a fabric hoarder.

Doch was anziehen? Der Sommer verlangt geradezu nach fröhlichen Farben, Blumen und Früchten, leichten Baumwollstoffen. Beim Durchkämmen meines Schrankes fiel mir plötzlich ein Stoff ein, den ich vor gut 15 Jahren al gekauft hatte, um Tischwäsche zu nähen. Ich fand den Stoff. Denn - richtig - ich hatte es nie geschafft, die Tischdecke und die passenden Sets dazu zu nähen. Manchmal ist es aber doch gut, Stoffhorterin zu sein.

The material is not at all what you expect from a tablecloth, not quite medium weight cotton, densely woven, printed with sky blue stripes, apricots and cherries.

Das Material ist zwar nicht so wirklich was man von Tischwäsche erwartet, eher leicht, dafür dicht gewoben, bedruckt mit himmelblauen Streifen, Aprikosen und Kirschen.


I already used this pattern - Simplicity 2158 - for a dress (not quite finished yet) and a wrap skirt (will blog about it later). I love the rather plain back skirt that has the 40s A-line, but the gathered front that adds some width. As I wanted to have a skirt with  button placket, and as I didn't have quite enough material (remember? it was intended to make placements, not a skirt...), I altered the pattern. As I don't like gathers on skirts too much, I made some small pleats.

Als Schnitt nahm ich Simplicity 2158 aus den 40ern, den ich bereits schon für ein (noch nicht ganz fertiges) Kleid und einen Wickelrock verwendet habe, über den ich später noch berichten werde. Ich mag den eher schlichten, a-förmigen Rückenteil des Rockes und die gefältelte Vorderseite, die mehr Weite verschafft. Zudem wollte ich eine Knopfleiste. Weil ich ohnehin nicht genug Stoff hatte (Ihr erinnert Euch, Tischsets, kein Rock...), musste ich den Schnitt erheblich ändern. Zudem mag ich Falten lieber als Einkräuselungen.


I had to patch the material for the button placket and the waist band - there was not enough material. But you really have to look extremely hard to see the seams where the pieces meet. It was a rather quick project and I'm more or less pleased with it. It's a really breezy skirt.

Für die Knopfleiste und den Bund musste ich den Stoff zusammensetzen. Doch man muss echt gut schauen, um das zu sehen. Alles in allem ein eher unspektakuläres und schnelles Projekt, das mich ordentlich zufriedenstellt. Ein schön luftiger Rock, genau was ich wollte.


In the end I chose blue buttons, as I had these rather big vintage beauties in my stash. I'm totally in love with them!

Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für diese eher grossen Vintage-Knöpfe in Himmelblau aus meinem Fundus. Ich bin total verliebt in sie, sie passen farblich perfekt!


It was a hot day again today. Not quite as hot as the first half of the week, but still... But it was slightly windy, so the heat was bearable. However, my hair looks fuzzy because of the wind, and the skirt is full of creases (I was sitting in the car for half an hour...) so don't look too closely.

Heute war es wieder sehr heiss, zum Glück aber wehte immer ein wenig ein lauer Wind... Das machte die Hitze erträglicher, doch dafür war mein Haar wieder total wirr und fusselig. Der Rock hätte auch noch gebügelt werden sollen, aber ich war noch einkaufen und sass eine halbe Stunde im Auto...









Somehow the skirt makes me feel like cooking jams. Apricots or cherries?

Irgendwie macht der Rock Lust auf Marmelade-Kochen. Aprikose oder Kirsche?

This project counts as 2nd contribution to my Vintage Pattern Pledge, using a pattern and a fabric from my stash.



Pattern: Simplicity 2158
Fabric: "Modern" Spanish cotton print from around the year 2000 from my stash
Buttons: Vintage from the 1940s (Etsy)
Peasant short: selfmade, last year
Shoes: Swedish clogs, Moheda Toffeln Topsy red
Plumeria hair accessories: Ebay
Plumeria ear clips: from a Spanish artist
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